Kindermaltisch

KMT_00_Tisch

Diesmal möchte ich hier ein ganz anderes Projekt vorstellen.
Durch einen Besuch bei Bekannten, kam die Idee auf, mir als DIYler mal einen Bauplan zu zeigen, auf dem ein höhenvertellbarer Kindermaltisch beschrieben wurde. Ich fand den Vorschlag sofort genial, da auch gleich die Nutzer dieses Projektes feststanden: nämlich der kleine Hosenscheisser, samt größeres Schwesterlein unserer Bekannten 🙂
Nach dem Motto: Gesägt, getan ging es dann auch schon bald los damit.

Als Holz wurde 21er MPX Birke Leimplatten gewählt. Die Tischplatte misst 650x1000mm und wurde am Schluß mit einer kreidemalfähigen Klebefolie von dc-fix bezogen. Tischbeine, -füße und Ablage wurden mit wasserlöslicher, kindergerechter Lackfarbe bemalt. Der ganze Tisch sollte auch wieder demontierbar sein, sodass diesmal keine Teile verleimt wurden (mit Ausnahme des L-förmigen Aussteifungswinkel selbst).
Das erforderte den Einsatz von Einschraubmuffen, die ich als Variante mit Abdeckrand, verzinkt in Größe M6x15mm wählte.
Beim Papierrollenhalter habe ich eine passgenaue Zinkennut gewählt. Denn ich wollte keine Schrauben durch die Tischplatte haben und da auch diese Halter demontierbar sein sollten (also auch nicht verleimt), wählte ich diese Lösung.

Ein komplette Teileliste findet ihr am Ende der Beschreibung.

Aufwände

  • Kosten:
    Die Materialkosten beliefen sich dabei insgesamt auf ca. 200.– € für eine erstmalige Erstellung. D.h. bestimmte Sachen wie (Farbe, Kugelkopfschrauben) sind übrig, konnten aber nicht immer exakt auf die benötigte Menge gekauft werden.
    Die teuersten Positionen waren dabei der Holzanteil mit ca. 80.–€ und die Malereisachen mit knapp 40.–€.
  • Zeit:
    Der Zeitaufwand ist natürlich relativ zu sehen. Bei mir waren es dann doch deutlich über 30 Stunden. Aber ich baue so etwas nicht ständig und bin auch kein Profi mit entsprechenden, örtlichen Gegebenheiten. Ich habe aber hierbei auch die Fahrten zum Baumarkt und die Aufenthaltsdauer dort mit berücksichtigt.

Aufbau

Als erstes wurden die 4 Tischfüße erstellt. Dazu habe ich aus einer 2m langen, 120mm tiefen und 21mm starken Latte (MPX Birke) mit meiner Kapp-&Panelsäge GCM8SDE die Parallelogramm förmigen Teile gesägt. Das nötige Winkelmaß habe ich zuvor an den Seitenteilen (Tischbeine) mit meinem Winkelmesser, der GAM220MF, ausgemessen. Es waren genau 55° und somit einen Schnittwinkel von 35° an der Säge. Gemessen wurde der Winkel in dem ich die 120mm Leiste diagonal zum 500x500mm großen Seitenteil angehalten habe. D.h. die Ecken des Quadrats brührten jeweils eine Seite der Leiste.
Mittels Anschlaghilfe konnte ich recht zügig alle 8 Teile kappen. Das Maß betrug dabei 170mm Kantenlänge.
Im selben Winkelmaß wurden dann noch die 4 Zwischenstücke (25mm) und die 4 Beihölzer (30mm) zur Montagemöglichkeit der Tischbeine an der Tischplatte abgelängt.

Danach kamen die X-förmigen Tischbeine dran. Diese wurden aus 2  Quadrat förmigen (500x500mm) MPX-Birke Platten, ebenfalls 21mm stark, gewonnen.
Angerissen wurden die zu sägenden Ausschnitte beim Winkelnehmen mit den zuvor bearbeitenden Latten. So ergaben sich die Dreiecke,
die ich mit meiner Stichsäge GST160CE ausgesägt habe. Dabei habe ich sogar eine Führungsschiene FSN800 benutzt, zusammen mit dem Führungsadpater FSN SA für die GST. Dabei sollte man unbedingt beachten, ein 1,7mm starkes Sägeblatt (T144DP z.B.) zu benutzen, damit einem das Blatt nicht weg läuft.

Nachdem die Tischbeine gesägt wurden, sind die Tischfüße zusammen gesetzt und gebohrt worden. Dazu wurden jeweils zwei 40mm lange, 8mm Holzdübel gesetzt und anschließend verleimt. Zuvor habe ich immer eine Tischfußaußenseite mittig angerissen und im Abstand von 20mm und 70mm zur oberen Kante ebenfalls mit 8mm durch gebohrt. Beim Durchbohren sollte man dabei immer achten, dass Restholz unten darunter liegt, damit die Bohrungen nicht ausfransen. Für das Bohren bietet sich ein Bohrständer an. In meinem Falle habe ich alle Löcher mit der GSB21-2 RCT im DP500 Ständer gebohrt.
Somit konnten auch ideal die Sacklöcher für die Holzdübel auf ca. 12mm versenkt werden.
Mit einem 30mm 90° Holzsenker von Famag (1775.030) auf meiner GSB 10.8-2LI habe ich alle Löcher angefast. Die tiefen Senkungen für die Kugelkopfgriffe jedoch wurden aber im Bohrständer gemacht.  Dabei kam immer ein Stück Restholz in den Zwischenraum, damit es keine schräge Belastungen bei den Seitenteilen gab. Die Bohrungen für die Schlossschrauben auf der anderen Tischfußaußenseite sind am Schluss, als die Tischfüße zusammen verleimt waren, mit Hilfe der anderen Bohrungen durch gebohrt worden.
Damit waren die Löcher in einer Flucht ohne extra Maß zu nehmen. Der 8mm Bohrer war dabei lang genug um die insgesamt 63mm Holzstärke zu überwinden.

Der letzte Arbeitsgang der Tischbeine war die Montage der 30mm Beihölzer zur Befestigung der Tischplatte. Diese wurden ebenfalls mit jeweils zwei 8mm Holzdübel fixiert und verleimt. Die Dübel habe ich dabei mit meinem Multicutter GOP10,8 im Schraubstock gekürzt, da 40mm hier zu lang gewesen wären.
Die Durchgangslöcher für die spätere Befestigung der Tischplatte mit 6mm Inbusschrauben, wurden erst später gebohrt.

Zuvor habe ich erst den Aussteifungswinkel, der gleichzeitig als Tischunterablage dient, entsprechend auf 750x170mm und 750x143mm gekürzt.
Das Material ist ebenfalls hier aus 21er Birke MPX. Danach wurden auf die Länge von 750mm verteilt 4 Flachdübel zur Fixierung gesetzt.
Wobei die Dübel beim schmäleren Brett mittig in die Front gefräst wurden und beim 170mm breiten Brett im selben Abstand zur Außenkante.
Das passiert mit einem Flachdübelfräser wie meiner GFF22A zB automatisch. Als Flachdübel dienten die einfachen Lamello Gr.0.
Danach wurden die Platten verleimt und mit Zwingen fixiert. Als der Leim ausgehärtet war, wurden die Löcher für die Stockschrauben vermessen und gebohrt.
Dazu habe ich den Aussteifungswinkel richtig herum mit einer 900mm Zwinge an der passenden Position knapp oberhalb des ‚X‘ in der Tischbeinmitte zuerst provisorisch fixiert. Mittels Wasserwaage und ebenen Untergrund sollte der Aussteifungswinkel ins Wasser gebracht werden.
Danach habe ich die Kontur des ‚L‘ mit Bleistift auf die Tischbeine übertragen, die Zwinge wieder gelöst und im Anschluss mittig zwei kleine Löcher (2mm) gebohrt,sodass jedes ungefähr in der Mitte eines Schenkels war.
Dann wurde der Aussteifungswinkel in der gleichen Prozedur mit Zwinge wieder positioniert und fixiert. Als Hilfe dienten jetzt die Konturstriche. Als nächstes wurde von außen die kleinen 2mm Löcher tiefer gebohrt, so dass sie die Winkelfronten anbohrten.
Damit wurden die Löcher genau in den Aussteifungswinkel seitlich übertragen.
Jetzt wurden die Löcher für die Stockschrauben richtig vorgebohrt. Ich konnte mit einer senkrechten Fixierung des Aussteifungswinkels auch hier den Bohrständer benutzten und dadurch ziemlich rechtwinklig die 5mm Sacklochbohrungen ca. 40mm tief für die M8x60 Stockschrauben bohren.
Nachdem die Stockschrauben montiert waren wurden noch die Löcher in den Tischbeinen auf 8mm vergrößert und angefast. Nun wurden zum ersten Mal Tischbeine und Aussteifungswinkel mit den M8 Hubschrauben und 20er Unterlegscheiben befestigt. Dabei habe ich zur Kontrolle nochmal meine Wasserwaage GIM60L angelegt und zufrieden diesen Abschnitt beendet.

Zu guterletzt habe ich die untere Kante des Aussteifungswinkel mit einem 4mm Abrundfräsers beidseitig gerundet, was eine deutlich angenehmere Haptik brachte.

Nun kam endlich die Tischplatte selbst dran. Als Aufgaben mussten hier folgende Punkte erledigt werden:

  • Ecken abrunden (mit Abrundfräser 12mm Radius)
  • Drei 145mm Löcher
  • Erstellung der Papierrollenhalter
  • Zinkenfräsung für die Papierrollenhalter
  • Montage der Einschraubmuffen
  • Folieren der Oberseite
  • Fräsen der Kanten mit Fasenfäser
  • Erstellen eines Papierspanners/halter

Das Abrunden der Ecken (für die Verringerung der Verletzungsgefahr) habe ich mit der neuen Kantenfräse GKF12V-8 und einem 12mm Abrundfräser bewerkstelligt.
Dazu habe ich mit Resthölzern die Ecken jeweils erhöht, so dass ich mit der Fräse eine bessere, senkrechte Auflage hatte. Auch war damit ein Ausreissschutz gegeben.

Etwas aufwendiger waren die 3 großen Löcher in der Arbeitsplatte für die spätere Halterung der Sandeimer. Ich hätte diese 145mm großen Löcher auch gleich mit
der Stichsäge GST160CE und der KS3000 Zirkelhilfe samt FSN SA Adapter machen können, aber ich hatte Bedenken, dass das Blatt weglaufen könnte, bei dem kleinen Radius.
Auch wäre der Einstieg der Säge mit Zirkelhilfe nicht optimal, da man sonst mit einem großen Forstnerbohrer (30mm), anstatt Sägeblattbreite, das Einstiegsloch hätte bohren müssen, um möglichst nah mit dem Sägeblatt an den Rand zu kommen.

Deswegen entschied ich mich für eine Lösung mit einem Fräszirkel und Kopierhülse. Den Fräszirkel habe ich kurzerhand für diesen Radius selbst erstellt
(zwei Bohrungen im richtigen Abstand!) und los konnte es gehen. Der Abstand Tischplattenkannte betrug 40mm (also zum Mittelpunkt 40+145/2). Die Abstände zwischen den drei Löcher sind mittig auf die Länge des Aussteifungswinkel (750mm) verteilt worden.
Die Kopierhülse war die 17mm Standardhülse, die bei der GOF1250LCE sowieso dabei ist. Als Fräser wählte ich einen 13mm Nutfräser.
Nachdem die Kreisnut gefräst war, habe ich im mittleren Abstand die Löcher mit der Stichsäge und der KS3000 Zirkelhilfe ausgesägt. Im Grunde ging das ziemlich genau und ich denke, dass ich bei einem weiteren Exemplar eines solchen Maltisches gleich diese Variante wählen würde (da es doch einen zeitintensiven Arbeitsschritt spart). Den Überstand habe ich dann mit einem Bündigfräser entfernt. So habe ich wenigsten saubere Ränder in den Kreislöchern gehabt.

Der nächste Schritt waren die Zinkenfräsungen für die Papierrollenhalter. Diese habe ich im mittigen Abstand von 50mm und 400mm vom vorderen Rand der Tischplatte mit einem Nutfräser zunächst angefräst und dann mit einem Zinkenfräser (14mm,15°) auf beiden Seiten ausgespart. Die Tiefe betrug dabei netto 50mm (Breite der Papierrollenhalter).
Das ganze musste ja passgenau werden und wurde mittels OFA Kit am Schluss in Zehntel Schritten angepasst.
Die Papierrollenhalter selbst wurden aus Resten der 21er MPX Birke Leimplatten gemacht und sind im Rohmaß 50x114mm gehalten. D.h. 14mm ist die Tiefe des Zinkenfräsers und somit bauen die Halter 100mm auf.
Die Zinkenaussparung an den Haltern wurden im Frästisch mit Parallelanschlag realisiert. Dieser wurde im Abstand von 3,7mm gesetzt (14mm x tan(15°)) und der Fräser selbst um die volle Höhe (14mm) herausgefahren.  Unbedingt Probefräsungen vornehmen und heran tasten.
Die Rundung am anderen Ende der Halter wurden mit Hilfe einer 50mm Kreisscheibe und einem Bündigfräser, ebenfalls am Frästisch, vorgenommen.
Danach wurde noch das 10er Loch für den Rundstab gebohrt.
Dies war sicherlich der aufwendigste Arbeitsschritt am ganzen Projekt, aber das Ergebnis lohnt sich. Es sieht sauber aus, hält und lässt sich leicht wieder demontieren.
Zu beachten ist allerdings auch die Seite, an der man den Papierrollenhalter haben möchte. In meinen Fall war es rechts.

Als nächstes wurden nun die Einschraubmuffen in die Unterseite der Arbeitsplatte eingelassen. Dazu wurde das zusammengeschraubte Untergestell aus Tischbeinen und Aussteifungswinkel horizontal und vertikal mittig ausgerichtet auf die Platte gelegt und an den Beihölzern mit einem dünnen Holzbohrer (2mm) zweifach mittig vorgebohrt.
Hier half der Exzenteraufsatz der GSR12V15-FC, da man ca. 10mm nur weg von den Tischbeinen bohren musste. Auch hier sollte man nicht vergessen nur ca. 35mm tief zu bohren. Mit Hilfe der Vorbohrungen ließen sich dann bequem mit Hilfe des Bohrständers die passenden ca. 16mm tiefen Sacklöcher bohren (der Durchmesser ist dabei abhängig von den verwendeten Einschraubmuffen. Ein Messschieber ist hierbei sehr hilfreich).
Danach wurden die Einschraubmuffen mit einem Hexbit und meiner GSR10,8V EC-HX eingepasst. Zuvor wurden die Löcher großzügig mit dem Holzsenker angefast, sodass die Muffen vollständig bündig in die Platte verschraubt werden konnten.
Zum Schluss wurden noch die Löcher in den Beihölzer mit dem richtigen Bohrer für die späteren M6x40(oder 45) Inbusschrauben durchgebohrt. Dabei war meine seitliche Befestigungsmöglichkeit an der Werkbank sehr hilfreich.

Jetzt konnte der ganze Tisch zum ersten Mal komplett aufgebaut werden. Bei manchen Durchgangslöchern habe ich des besseren Spiels wegen mit einem, um einen halben Millimeter größeren Bohrer, nachgebohrt, sodass die Montage leichter vonstatten ging. Die Schlossschrauben (M8x70mm) an den Tischfüßen wurden einem Kunstoffhammer leicht vorgeschlagen, damit sich der Vierkant der Schlossschrauben besser in die Bohrung gefestigt hat und somit die Kugelkopfmuttern auf der anderen Seite die Schrauben fest anziehen konnte.   

Die 40mm Holzkugeln, sowie der 10mm Rundstab wurden entsprechend gekürzt und die Kugeln einseitig auf 10mm mittig aufgebohrt. Hier ist ein kleiner Maschinenschraubstock mit V-Nut sehr hilfreich beim Bohren der Kugeln.

Nun kam als vorletzter Schritt die Folierung der Arbeitsplattenoberseite dran. Nachdem die Oberseite komplette gesäubert wurde, habe ich vorsichtig die Folie drauf gezogen und mit einem scharfen Cuttermesser von den Resten befreit, sowie die 3 großen Kreislöcher ausgeschnitten.
Im letzten Schritt wurden die Kanten ringsherum mit der GKF12-8 und eine Fasenfräser auf 3mm angefast. Das gleiche habe ich auch mit den 3 Kreislöchern gemacht. Durch die Multiplexschichten des Holz und der dunklen Folie hat sich durch diese große Fase ein sauberes Kantenbild ergeben.

Als Papierspanner/halter auf der anderen Seite der Papierrolle, kam mir die Idee hier eine dünneres Brett zu verwenden, das mit 2 Sternschrauben leicht zu befestigen sein sollte.
Hierzu wählte ich 12er MPX Birke Leimholzplatte mit den Rohmaßen 450x50mm. Diese Latte wurde dann ebenfalls wie die 2 Papierrollenhalter mit einem Bündigfräser und der 50mm Kreisschablone mit der GKF12-8 Kantenfräse rundgefräst. Danach kamen jeweils noch 6er Löcher für die Sternschrauben (M6x20) rein. Der Halter wurde im Anschluss ebenfalls mit derselben Folie bezogen und mit der Kantenfräse genauso auf 3mm angefast, um denselben Look zu erhalten wie die Tischplatte selbst.
Dann musste der Papierspanner noch seitlich, bündig auf das mittige Maß des Papierrollenhalters angelegt und die Sacklöcher für zwei weitere Einschraubmuffen markiert werden. Mit derselben Vorgehensweise wie bei den unteren Sacklöchern, wurde auch hier mit Hilfe des Bohrständers vorsichtig die entsprechenden Löcher gebohrt und entsprechend tief angesenkt werden. Am Schluss wurden noch die 2 Einschraubenmuffen eingelassen.

Anstrich

Damit war der Holz-handwerkliche Teil zu Ende und es kam zum Schluss der schwierigste Part: Das Anstreichen 🙂
Es sollten kindergerechte, knallige Lackfarben zum Einsatz kommen, die einigermaßen zur dunkelgrünen dc-fix Folie passen würde. Da ich MPX Platten so noch niemals angestrichen hatte, wusste ich zu Beginn auch nicht, ob auch eine Grundierung unbedingt notwendig war oder nicht. Auch welcher Pinsel geeigneter wäre oder doch eher eine Rolle, wusste ich erst Mal nicht.
Gestartet habe ich dann mit einem Rapsgelb (RAL 1021), einem Feuerrot (RAL 3000) und einem Moosgrün (RAL 6005) was dem dunkelgrün der Folie sehr nahe kam. Mit dem enzianblau (RAL 5010) als Ersatzfarbe wusste ich erst nicht, ob ich sie überhaupt verwenden wollte, aber als Farbtupfer an den Papierrollenhalter hat es sich letztendlich gut gemacht.

Da das gelb nicht gut deckte, musste ich hier noch eine zusätzliche Grundierung verwenden. Das gelb erschien jedoch in einem anderen Ton danach, da die Farbe der Grundierung zu gräulich war.
Die Prozedur war mühsam, da nach jedem Anstrich 12h gewartet werden musste, bis man die Oberflächen weiter behandeln konnte.

Im Nachhinein würde ich heute alle Teile mit einer möglichst sehr hellen Farbe grundieren, abschleifen und dann mit der eigentlichen Farbe einmal anstreichen.
So hatte ich es mit dem unteren, gelben Zwischenwinkel gemacht. Die Oberfläche ist dort sehr glatt geworden, im Vergleich zu den anderen Teilen, die ich zwar
auch kurz geschliffen und zweifach angestrichen hatte, aber nicht so schön glatt geworden sind.

Ein weiteres Problem war auch, dass beim Streichen alle gebohrten Durchgangslöcher mit Farbe zu liefen, da ich diese schlecht abdecken konnte.
Deswegen musste ich am Schluss nochmal alle Löcher nachbohren, sowie die großen Versenkungen für die Kugelgriffmuttern. Heute würde ich ggf. das Anstreichen vor der Holzbearbeitung machen. Erspart die Nacharbeit etwas.  
Auch musste ich die blau angemalten Papierrollenhalter im Nachhinein mit der Kantenfräse noch eine Fase nachträglich ziehen, damit es einfach optisch besser zum Rest passte. Das konnte ich mit meinen Maschinenschraubstock noch gut am Schluss bewerkstelligen.

Als alles getrocknet war, wurde der Tisch nochmals komplett aufgebaut. Als Papierrolle habe ich eine Malerfliesrolle aus dem Baumarkt genommen und diese auf ca. 320mm mir der Stichsäge gekürzt (aus Ermanglung eines Fuchsschwanzes). Dies ging jedoch erstaunlich gut. Ich hatte dabei eine passende Holzlatte in die Rolle fixiert und durch diese Befestigung und einem langen Stichsägeblatt die Rolle problemlos kürzen können.

Was jetzt noch fehlte, waren drei passende, farbige Sandeimer für Kinder. Das erwies sich schwerer als gedacht. Denn man bekommt kaum Maße zu sehen in den Online-Shops, die so etwas führen. Und in der Anleitung, war keine Quelle genannt, damit die Eimer in die vorgegebene Größe von 145mm Durchmesser passen.
Aber ich konnte welche günstig finden und der blaue Eimer passte vom Farbton sogar zu den Papierhaltern. Ente gut, alles gut.
Fanden auch Bob, Stuart und Kevin 🙂

Teileliste

Hölzer (wenn nicht anders angegeben alles MPX Birke 21mm)

1xTischplatte1000x650mm
2xTischbeine500x500mm
1xTischfüße und Beihölzer2000x120mm (s. Beschreibung oben)
1xAussteifungswinkel750x170mm
1xAussteifungswinkel750x143mm
2xPapierrollenhalter114x50mm
1xPapierspanner450x50mm (MPX Birke 12mm)
1xRundstab450mm x ø10mm
2xHolzkugeln40mm Buche
8xKugelgriffe32mm x M8 Innengewinde, sw
8xSchlossschraubenM8 x 70mm
8xInbusschraubenM6 x 40mm plus Unterlegscheiben
10xEinschraubmuffenM6x15mm verzinkt, Abdeckrand
4xStockschraubenM8 x 60mm
4xHutmutternM8 plus Unterlegscheiben 20mm
12xHolzdübel8x40mm
4xFlachdübelLamello Gr.0
2xFlügel/SternschraubenM6 x 20mm

Sonstiges

4xLacke in 4 verschiedenen Farben
1xGrundierung
1xdc-fix Klebefolie (mindestens 700mm breit und 1200mm lang)
1xHolzleim
1xMalerflies Papierrolle
3xSandeimer bunt. Unten: ca. ø12cm, Oben: ca. ø18cm (Simba Toys)

Verwendete Bosch Professional Tools und Werkzeuge

  • Schrauber
    GSR 10,8V EC-HX  /  GSR 12V-15FC (mit allen Aufsätzen)
  • Bohrer
    GSB 10,8V  /  GSB 21-2-RCT in DP500 Ständer
  • Sauger
    GAS 10,8V / GAS 35 AFC-M
  • Sägen
     GST 160CE / GST 10,8V / GCM 8 SDE / GKT 55 GCE
  • Musik (ohne Musik geht nichts)
    GML 10,8V
  • Licht (und ohne Licht manchmal auch nicht)
    GLI 12V – 330 (aka DeciLED)
  • Messungen
    GAM220MF / GIM60L
  • Fräsen
    GFF 22 A  /  GOF 1250 LCE + OFA / GKF12-8
  • Führungsschienen
    FSN 800
  • Schleifer
    GSS 160-1 A Multi
  • Multitool
    GOP 10,8-LI / GOP 18V – 28 EC

Selbstverständlich sollte ein Kunststoffhammer, div. Schraubzwingen, Schraubstock, neben Zollstock, Lineal, Holzbhorer-set, Anschlagwinkel, Schleifpapier, Senker, Maulschlüssel (13), Bits,  sowie andere Standards in einer Werkstatt nicht fehlen. Hinzu kamen diesmal noch div. Pinsel zum Anstreichen und ein Cutter zum Schneiden der Folie. 

3 Gedanken zu „Kindermaltisch

  1. Als Profiteurin und Mutter von 2 Kindern kann ich nur sagen
    „der Tisch ist MEGA!!!“ 😃 Vielen herzlichen Dank! 😘😘
    Ich verstehe ja nicht alles von dem was hier beschrieben ist ☺️ aber hier steckt ganz klar viel Liebe zum Detail drin. Der Maltisch ist sehr hochwertig, stabil und sieht absolut professionell aus! Die Kinder können sich drauflegen ohne das es kippt und es hat Platz für ALLE Malutensilien. Seitdem wir ihn haben wird er jeden Tag benutzt, sogar schon von Mama 😆

  2. Da stimme ich Daria zu er sieht farblich gut aus und ich denke andere Kinder würden sich darüber sehr freuen wenn sie so einen hätten

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