Schubladengittereinsatz

Als kurzes Zwischenprojekt konnte ich endlich ein Schubladengittereinsatz erstellen, das schon länger auf der Wunschliste meiner besseren Hälfte lag.

Unterer Einsatz

Da die Höhen Standardmaße sein konnten (40mm unten, 30mm oben), habe ich einfach jeweils zwei fertige, 2m lange Latten aus Buche im Baumarkt gekauft und musste sie nur auf die entsprechende Länge kappen.
Jeweils dreimal 670mm und viermal 400mm für den unteren Einsatz.

unterer Einsatz

Dafür kam praktischerweise wiedermal meine GCM8SDE zum Einsatz. Der schwierigere Teil war nun die entsprechenden Aussparungen zu fräsen. Aber dank meines Frästisches (siehe auch Projekt Werkbank), war das kein Problem. Die Fräsungen wurden alle mit einem 10mm Nutfräser gemacht, da praktischerweise die Buchenlatten 10mm stark sind. Nur beim Anschlag musste ich etwas erfinderisch sein, da ich als Abstände 100, 150 und 200mm wählte, was nicht mehr mit den seitlichen Führungsschienen bewerkstelligt werden konnte. Auch kam ich bei der Fräshöhe etwas in Schwierigkeiten, denn ein Frästisch „frisst“ immer etwas von der maximalen Frästiefe, sodass ich kaum die vollen 20mm des Nutfräsers einstellen konnte (für die 40mm Latten).

Nachdem alle Nuten gefräst waren (jeweils zusammen als Sandwich), habe ich mit einem 4mm Abrundfräser alle oberen Kanten abgerundet. Denn diese waren sehr „kantig“ und wurden durch diesen Arbeitsschritt sehr „geschmeidig“ zum Anlangen.

Zusammengesteckt bot der Einsatz genug Stabilität und musste somit auch nicht extra fixiert werden (verleimt o.ä.). Als nächstes kam dann der obere Teil dran.

Oberer Einsatz

Hier wurde erst ein Rahmen auf Gehrung gekappt (mit der gleichen Breite: 670mm), aber der halben Tiefe (200mm). Danach kam die Grundplatte mit den gleichen Maßen dran und in der Ausführung als 6mm starke, mit Buche furnierte Sperrholzplatte.

Das ganze fixiert mit Leim und mit einem Spanngurt ausgehärtet.
Der Einsatz bestand im oberen Teil aus 30mm hohen Buchenhölzern in den Längen 650mmm und 180mm. Diese wurden dann nach dem gleichen Verfahren am Frästisch mit dem 10mm Nutfräser, jedoch nur 15 mm tief bearbeitet. Hier sind aber die Teilhölzer später verleimt worden, da die Gitterstruktur zu gering war, um selbst zu halten. Auch hier wurden im Anschluss alle Kanten mit dem 4mm Abrundfräser gerundet, sodass eine angenehme Haptik entstand.

Zum Schluss wurde noch alles glatt verschliffen. Dabei kamen die neuen SIA Schleifblätter M 480 (Körnung 80-220) auf meiner GSS160-1A-Multi zum Einsatz.

Der Boden wurde aber mit einer DC-Fix Folie bezogen und an der Kante ringsherum mit 3mm angefast. Dies ging hervorragend mit meiner neuen 12V Kantenfräse GKF12V-8-EC.

Dadurch rutschte der Einsatz besser auf dem unteren Kanten.
Hier nun der fertige Setzkasteneinsatz. Materialkosten waren diesmal gering, obwohl die vier 2m Buchenlatten im Baumarkt schon knapp über 20€ gekostet haben. Die furnierte Sperrholzplatte kam mit 13€ noch hinzu.
Jedoch hatte ich hier noch viel Rest übrig.

Zum Abschluß wurde noch ein blaue dc-fix Samtfolie eingelegt und das Gitter konnte schliesslich befüllt  werden.

3 Gedanken zu „Schubladengittereinsatz

  1. Hallo S.
    Als ihr am Sonntag bei uns gewesen seid , hat D. erzählt, dass du ihr einen Schubladeneinsatz gebaut hast. Jetzt bin ich gerade auf deiner Seite und sehe den Einsatz für Daria. Er sieht echt cool aus. 👍

  2. Wow! Ich bin auch beeindruckt. Ich finde die Idee mit dem kleinen, verschiebbaren Setzkasten oben drauf toll.
    Weiter so ;).

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